Şeyda Kurt: «Zeit der Monster»
Der Ort ist ein Stadtviertel. Die Zeit ist die Apokalypse. Das glauben jedenfalls immer mehr, angestachelt von einer durchs Netz rasenden Prophezeiung. Durch das wilde, kaputte Viertel, in dem man trotz allem zusammenhält, streift währenddessen die junge Sanya, eine Pistole im Rucksack – bis sie eines Tages eine seltsame Gestalt trifft.
Zwischen furiosem Epos und buntestem Pop, zwischen existenzieller Oper und wärmster Soap-Opera fragt Şeyda Kurt, welche Chancen im Zerfall aller Ordnungen liegen. Sanya und ihre schillernde Wahlfamilie sind tief verstrickt in die über Grenzen und Zeiten reichende Geschichte ihrer Gemeinschaft. Können wir anders leben? Aufwühlend, klug und alles verändernd ruft dieses Ereignis von einem Romandebüt: Ja.

Şeyda Kurt (*1992 Köln-Kalk) ist Schriftstellerin, Publizistin, Kuratorin und Moderatorin. Sie arbeitete unter anderem für «Zeit Online» und «Deutschlandfunk Kultur» sowie für Podcasts wie die preisgekrönte Produktion «190220 – Ein Jahr nach Hanau». In ihren Büchern, Essays und Theatertexten beschäftigt sie sich mit Liebe, Hass, Macht, Herkunft, Klassismus, Rassismus und gesellschaftlichen Ungleichheiten. Ihre Sachbücher «Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist» und «HASS. Von der Macht eines widerständigen Gefühls» wurden Bestseller; 2026 erschien ihr Debütroman «Zeit der Monster» bei Hanser.
SRF Kultur: Die «Zeit der Monster» und die Macht der Gerüchte (8.9.2026)
